News im Geschäftsbereich Pflegeversicherung
Entwicklung der Pflegeprävalenzen und Weiterentwicklungsbedarf des Begutachtungsinstruments: Studienbericht des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES)
05.05.2026
Das IGES Institut hat im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes eine Studie, mit dem Ziel die Entwicklung von Pflegebedürftigkeit seit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und die damit folgenden Auswirkungen auf die Pflegebegutachtung im Jahr 2017 zu untersuchen, durchgeführt.
Zudem hat die Studie hat mögliche andere Einflüsse auf die Ergebnisse der Pflegebegutachtung untersucht:
- Regionale Faktoren,
- Sozioökomonomische Ursachen,
- Generationseffekte/ gesellschaftlicher Wandel,
- Veränderte familiäre Unterstützungsstrukturen,
- Gesteigertes Informationsangebot und
- Angebotsstrukturen.
Die fachbasierten Meinungen und Erfahrungen wurden mittels Experteninterviews mit Gutachtenden, Vertretern von Pflegekassen, Leistungserbringerverbände und Betroffenen eingeholt und durch Datenanalysen des GKV Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienst Bund ergänzt.
Die Ergebnisse in Kurzübersicht
- Die Ergebnisse zeigen, dass das im Jahr 2017 neu eingeführte Begutachtungsinstrument zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit zu einer Verschiebung des Zuganges zu Pflegeleistungen geführt hat.
- Die Anzahl der anspruchsnehmenden Personen liegt über der Prognose und ist nicht auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen.
- Als Hauptursache des Anstieges wird die Inanspruchnahme von Jüngeren und weniger stark beeinträchtigten Personen aufgeführt.
Den vollständigen Bericht und die ausführliche Darstellung der Ergebnisse entnehmen Sie dem Bericht, welcher auf der Website des GKV Spitzenverbandes zum Download bereit steht.
Fazit
Schlussendlich wird die Empfehlung herausgearbeitet, dass die Schwellenwerte des Begutachtungsinstrumentes für die einzelnen Pflegegrade überprüft und die Bewertungsmatrix angepasst werden sollte.
Herzlich Willkommen im Geschäftsbereich Pflegeversicherung: Unsere neuen Kolleginnen und Kollegen ab dem 01. Mai 2026
05.05.2026
Zum 01. Mai 2026 haben wir 3 neue Kolleginnen in der Einzelfallbegutachtung, 1 neuen Kollege im Bereich der Qualitätsprüfungen und 1 neue Kollegin in der Tourenplanung und Kundenmanagement begrüßt.
Für einen persönlichen Empfang sorgten unsere stellvertretende Geschäftsbereichsleitung Kira Simanowski und die Regionalleitung Nicole Ahrens. Durch die Veranstaltung führten die Teamleitungen Nicole Wojcik und Mareike Kieser.
Auch der Geschäftsbereich Personal begleitete tatkräftig beim Ankommen und stellte unter anderem LOGA vor, während unsere IT sowie unsere Funktionsstelle Jennifer Gründer bei der Einrichtung von Hard- und Software zuverlässig zur Seite standen. So konnten alle direkt gut durchstarten.
Einen Überblick für das zentrale Einarbeitungsprogramm PflegeOn gab Annemiek van den Elskamp.
Der gemeinsamer Mittagsimbiss rundete das Programm ab – eine schöne Gelegenheit, sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und erste Verbindungen zu knüpfen.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit und wünschen weiterhin einen erfolgreichen Start!
Weiterentwicklung des Geschäftsbereiches Pflegeversicherung
27.04.2026
Unser Geschäftsbereich Pflegeversicherung befindet sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Sowohl das stetige Wachstum bei Produkten und Dienstleistungen als auch neue gesetzliche Vorgaben machen es erforderlich, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen fortlaufend zu überprüfen und neu zu bewerten. Daraus ergibt sich eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisation unsere Prozesse und Verantwortlichkeiten. Wir freuen uns, Sie über diese Weiterentwicklung zu informieren.
Was sind die Ziele der Weiterentwicklung?
Unser Geschäftsbereich verfolgt mit der Weiterentwicklung unserer Aufbauorganisation folgende Ziele:
- Die strategischen Handlungsfelder des MDN in unserem Geschäftsbereich umzusetzen,
- unsere Verantwortlichkeiten konsequenter an den Handlungsfeldern des MDN auszurichten und
- durch Schaffen klarerer Aufgaben und Verantwortlichkeiten effektive Zeit- und Personalressourceneinsätze sicherstellen sowie für die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Personen in unserem Geschäftsbereich zu fördern.
Wie sieht die Weiterentwicklung aus?
In unserer neuen Aufbaustruktur werden einige Fach- und Führungspositionen weiterentwickelt, um unsere Ziele zu erreichen.
In den folgenden Bereichen bleibt der bewährte Aufbau erhalten:
- Referentin Geschäftsbereichsleitung
- Assistenz der Geschäftsbereichsleitung
- Das Sekretariat GB PV wird in Team Backoffice umbenannt: hierin werden übergreifende Assistenz- und Unterstützungsaufgaben insgesamt angesiedelt sein
- Pflegeregion Ost und West
- Tourenplanung und Kundenmanagement: Die Regionalleitung TuK wird gemäß dem neu eingeführten MD N Ordnungsrahmen umbenannt in Funktionsleitung TuK.
In den folgenden Bereichen ergeben sich neue Entwicklungschancen für Sie:
- IT-Funktionsstellen werden in das Team Digitale Prozesse überführt, welche von der Teamleitung Digitale Prozesse geleitet wird.
- Referate Kompetenz- und Wissensmanagement, Einzelfallbegutachtung und Qualitätssicherung: Überführung in den Fachbereich Pflegebegutachtung, welcher von der Fachleitung Pflegebegutachtung geleitet wird. Der Bereich ist in den Teams 1. Qualifizierung, 2. Qualitätssicherung und Beschwerdemanagement und 3. Grundsatzberatung unterteilt, welche jeweils von einer Führungskraft geführt werden.
- In den Teams werden Fachspezialisten eingesetzt, welche die bisherigen Stellen Fachberater (m/w/d), Trainer (m/w/d) sowie Pflegefachkräfte mit besonderen Aufgaben und Mitarbeitende in der Beschwerdebearbeitung (m/w/d) ablösen:
- 60 % Fachanteil mit einem von drei Schwerpunkten
- 20 % Produktivanteil
- 20 % übergreifende Aufgaben (z.B. Reviewing, Qualitätssicherung von Gutachten, Sicherstellung der Gutachtenden-Hotlines).
- AM QP und Referat Qualitätsprüfung: Überführung in den Funktions- und Fachbereich Qualitätsprüfung unter der Leitung der Funktions- und Fachleitung Qualitätsprüfung und der stellv. Funktions- und Fachleitung Qualitätsprüfung:
- Funktions- und Fachleitung Qualitätsprüfung: Verantwortung der Keyuser für MD Connect und des Auftragsmanagements QP
- Stellv. Funktions- und Fachleitung Qualitätsprüfung: die Fachberatung Qualitätsprüfung wird in das Team Fachbereich Qualitätsprüfung überführt
Wie geht es weiter?
Die neu entwickelte Aufbaustruktur soll im Zeitraum vom 01.06.2026 bis zum 01.08.2026 umgesetzt werden. In Kürze werden die Stellenausschreibungen für die folgenden Positionen im Intranet veröffentlicht:
- Fachspezialist/-in
- Funktions- und Fachleitung QP
- Keyuser Pflegebegutachtung
- Teamleitung Digitale Prozesse
- Teamleitung Qualitätssicherung
- Fachleitung Pflegebegutachtung
- Funktions- und Fachleitung Qualitätsprüfung
Nutzen Sie die Gelegenheit sich aktiv einzubringen und gemeinsam die neuen Prozesse und Verantwortlichkeiten umzusetzen.
Bedeutende Systemumstellung im GB Pflegeversicherung - Schulung und Einführung Visitour Client 3
16.04.2026
Visitour ist, gemeinsam mit Xpert, das Herzstück der Einsatzplanung im Bereich Tourenplanung und Kundenmanagement (TuK) des GBs Pflegeversicherung. Rund 90 Mitarbeitende im TuK planen damit täglich die Touren für ca. 590 Gutachterinnen und Gutachter, die ihre Einsätze anschließend über die FLS Mobile App erhalten.
Damit dieses Zusammenspiel auch künftig stabil, sicher und anpassungsfähig bleibt, erfolgten am 14.04.2026 Schulungen und am 15.04.2026 die erfolgreiche Systemumstellung auf den Visitour Client 3. Die Umstellung war notwendig, da die bisherige Version vom Hersteller FLS nur noch eingeschränkt unterstützt und nicht mehr weiterentwickelt wurde.
Die Schulungen fanden in 2 Gruppen statt. Die TuK Teams 1 und 2 wurden über die grundlegenden, die neuen und erweiterten Funktionen des Visitour Client 3 im Kongresszentrum Wienecke XI. geschult, die Teams TuK Prozesscontroller und die Mitarbeitende mit umfassenden Aufgaben wurden in der Hildesheimer Str. in das System eingewiesen und konnten in diesem Rahmen Fragen direkt klären.
Um den Bereich Tourenplanung und Kundenmanagement bei dieser bedeutenden Umstellung zu unterstützen, wurden für den Tag der Systemumstellung, an dem sowohl Visitour als auch Xpert nicht zur Verfügung stehen konnten, die Teambesprechungen aller Pflegeteams verlegt.
Zur Unterstützung der TuK-Mitarbeitenden bei der Einfindung in den neuen Client, besteht in den kommenden Tagen und Wochen die Möglichkeit, Sprechstundentermine über Webex wahrzunehmen, Fragen an ein hierfür eingerichtetes Postfach zu stellen oder sich telefonisch an zwei für aufkommende Fragen abgestellte Mitarbeitenden zu wenden.
Herzlich willkommen im Geschäftsbereich Pflegeversicherung: Unsere neuen Kolleginnen und Kollegen ab dem 1. April 2026
01.04.2026
2. Reihe: Frau Janda, Frau Nitt, Herr Meiners
3. Reihe: Herr Möhring, Frau Feddern, Frau Kietz
4. Reihe: Frau Schulte, Frau Ohlendorf, Frau Poppe
Zum 01. April 2026 haben wir 10 neue Kolleginnen und Kollegen in der Einzelfallbegutachtung, 2 neue Kolleginnen im Bereich der Qualitätsprüfungen und eine Kollegin zurück aus der Elternzeit begrüßt.
Für einen persönlichen Empfang sorgten unsere stellvertretende Geschäftsbereichsleitung Kira Simanowski und die Regionalleitung Nicole Ahrens. Durch die Veranstaltung führten die Teamleitungen Cathérine Kruse und Wioleta Peters.
Auch der Geschäftsbereich Personal begleitete tatkräftig beim Ankommen und stellte unter anderem LOGA vor, während unsere IT sowie aus dem Team IT Funktionsstellen Jennifer Gründer bei der Einrichtung von Hard- und Software zuverlässig zur Seite stand. So konnten alle direkt gut durchstarten.
Einen Überblick über das neue zentrale Einarbeitungsprogramm PflegeOn gab Annemiek van den Elskamp. Mit dem Programm PflegeON wird die bisherige Einarbeitung im Geschäftsbereich Pflegeversicherung systematisiert, vereinheitlicht und stärker digital unterstützt ausgestaltet. Die Weiterentwicklung verfolgt das Ziel mehr Transparenz, Orientierung und Planungssicherheit für neue Mitarbeitende sowie für alle am Onboarding Beteiligten zu schaffen.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Mittagsimbiss – eine schöne Gelegenheit, sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und erste Verbindungen zu knüpfen.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit und wünschen weiterhin einen erfolgreichen Start!
Teamleitungen Cathérine Kruse und Wioleta Peters
30.03.2026: GB Pflegeversicherung Beschwerdebericht 2025
Der Beschwerdebericht 2025 zeigt insgesamt ein stabiles und niedriges Beschwerdeaufkommen im Verhältnis zur steigenden Anzahl der Aufträge. Mit 412 Beschwerden bei über 388.000 erstellten Produkten liegt die Beschwerdequote bei lediglich 0,11 %. Dementsprechend lässt sich festhalten, dass die eindeutig größte Mehrheit der Begutachtungen beschwerdefrei (99,8 % im Jahr 2025) bleiben.
Die meisten Rückmeldungen beziehen sich auf die Inhalte der Gutachten sowie die wahrgenommene Fach- und Sozialkompetenz. Darüber hinaus spielen organisatorische Themen, insbesondere die Terminierung, eine relevante Rolle.
Unsere Analyse zeigt, dass die Beschwerden häufig auf unterschiedlichen Erwartungen oder subjektive Wahrnehmungen beruhen, vor allem dann, wenn die Ergebnisse der Begutachtung nicht den Erwartungen entsprechen.
Gleichzeitig liefern uns die Rückmeldungen wichtige Hinweise für gezielte Verbesserungen – insbesondere in den Bereichen Kommunikation, individuelle Fallorientierung und Transparenz.
Insgesamt bestätigt der Bericht, dass unser Beschwerdemanagement im GB Pflegeversicherung ein wirksames Instrument für die kontinuierlichen Weiterentwicklung darstellt und zugleich einen wichtigen Beitrag zu einer noch stärkeren Versichertenorientierung leistet.
Zugleich wird deutlich, dass Sie als Gutachtende und Mitarbeitende im TuK / AMQP stets kundenorientiert agieren und die Bedürfnisse der Antragstellenden stets im Blick haben.
Die Bearbeitung der Beschwerden werden von unserem Team Beschwerdemanagement sichergestellt.
Wir möchten allen Mitarbeitenden, die in den Prozess der Beschwerdebearbeitung eingebunden sind, unsere ausdrückliche Anerkennung und unseren herzlichen Dank für ihr Engagement und ihre wertvolle Arbeit aussprechen.
Der Beschwerdebericht wird in Kürze im QM Portal veröffentlicht werden.
13.03.2026: Klausurtagung der Führungskräfte zum Thema PflegeOn
Am 04. und 05. März fand die Klausurtagung der Führungskräfte im Geschäftsbereich Pflegeversicherung unter der Leitung der Regionalleitungen Nicole Ahrens, Nadja Bothe und Mandy Stephan statt. Den Auftakt für die Klausurtagung gaben Dr. Matthias Ernst und Frau Kira Simanowski, gefolgt von Dr. Vivien Weiß zu Themen aus dem Referat Einzelfallbegutachtung und Frau Anne-Kathrin Friebert zu dem Thema Qualitätssicherung. Die verbleibende Zeit war dem Thema PflegeOn unter der Leitung von Jessica Bayer und Sandra von Puttkamer gewidmet. Zwei Tage an denen die Führungskräfte in Bad Nenndorf zusammenkamen und sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzten.
Mit dem Programm PflegeON wird die bisherige Einarbeitung im Geschäftsbereich Pflegeversicherung zum 01.04.2026 beginnend mit der Einzelfallbegutachtung systematisiert, vereinheitlicht und insbesondere stärker digital unterstützt ausgestaltet. Die Weiterentwicklung verfolgt das Ziel, bewährte Einarbeitungsstrukturen zu erhalten und gleichzeitig mehr Transparenz, Orientierung und Planungssicherheit für neue Mitarbeitende sowie für alle am Onboarding Beteiligten zu schaffen.
Ein besonderer Schwerpunkt von PflegeON liegt auf der stärkeren Nutzung digitaler Lernformate, die eine flexible, orts- und zeitunabhängige Qualifizierung ermöglichen und die praktische Einarbeitung im Arbeitsalltag gezielt ergänzen. Dadurch können Lerninhalte bedarfsgerecht vorbereitet, vertieft oder wiederholt werden, ohne operative Abläufe zu unterbrechen. Lernzeiten lassen sich individuell an Arbeitsbelastungen anpassen, wodurch Ausfallzeiten reduziert, Einarbeitungsprozesse stabilisiert und eine kontinuierliche Kompetenzentwicklung im laufenden Betrieb unterstützt werden. Die Einarbeitung bleibt dabei ein schrittweiser Entwicklungsprozess, in dem neue Mitarbeitende fachliche Sicherheit gewinnen und sukzessive an die eigenständige Tätigkeit in der Einzelfallbegutachtung herangeführt werden.
Die grundsätzliche Zielrichtung der bisherigen Einarbeitung wird beibehalten und zusätzlich bietet PflegeON einen höheren Grad an Digitalisierung, Struktur, Transparenz und Steuerbarkeit.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die bestehende Einarbeitung im Geschäftsbereich Pflegeversicherung mit PflegeON organisatorisch weiterentwickelt, digital unterstützt und durch klare Orientierungselemente ergänzt wird. Ziel ist eine langfristig stabile Integration neuer Mitarbeitender, sowie eine weiterhin verlässliche Qualität der Begutachtung im Medizinischen Dienst Niedersachsen.
In mehreren Workshops wurden Verantwortlichkeiten, Umsetzung und Planung der neuen zentralisierten Einarbeitung von den Führungskräften durchgearbeitet, Fallbeispiele besprochen und Probleme und Optimierungspotentiale aufgezeigt. Diese Herangehensweise hat den Führungskräften mehr Klarheit und Handlungssicherheit gegeben, die Umsetzung von PflegeOn im Geschäftsbereich Pflegeversicherung gewinnbringend etablieren zu können.
02.03.2026: Die Videotelefonie als neues Begutachtungsformat
Im Geschäftsbereich Pflegeversicherung wurde in den Jahren 2022 und 2024 die Videotelefonie als Begutachtungsformat getestet. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs wurde im Jahr 2024 ein Projekt initiiert, das zeigt, dass Videotelefonie eine gute Alternative zu Hausbesuchen sein kann.
Alles begann im Jahr 2022: Mit einer kleinen Gruppe von Gutachterinnen und Gutachtern testeten wir die Begutachtung per Videotelefonie bei Kindern sowie bei Erwachsenen; hier in vollstationären Einrichtungen. In der darauffolgenden Testung im Jahr 2024 lag der Fokus ausschließlich auf der Begutachtung von Kindern.
Während der Testphasen stellten wir fest, dass die Videotelefonie ein geeignetes Begutachtungsformat für Kinder, nicht jedoch für Erwachsene, die sich in einer vollstationären Einrichtung befinden, zu sein scheint. Hauptgrund hierfür war die technische Ausstattung der Einrichtungen. Daher beschlossen wir, 2024 ein Projekt zu starten, um die Videotelefonie bei Kindern weiter zu etablieren und bei Erwachsenen im ambulanten Bereich zu erproben.
Erste Ergebnisse zeigen: Wo Neues ausprobiert wird, sind meist sowohl Chancen als auch Risiken – so auch hier: Zu den Vorteilen zählt unter anderem, dass für unsere Gutachterinnen und Gutachter ein flexibleres Arbeiten im Homeoffice möglich ist und dadurch Fahrzeiten und -kosten reduziert werden. Begutachtungssituationen können, insbesondere für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und deren Eltern, entlastender gestaltet werden. Herausforderungen zeigen sich dagegen im Zusammenhang mit der Technik: Verbindungsabbrüche, lange Einwahlzeiten, Ton- und Bildprobleme.
Zusammenfassend hat sich die Videotelefonie bei Kindern und Erwachsenen als tragfähige Alternative zum Hausbesuch bewährt und stellt einen wertvollen Baustein für die Weiterentwicklung des MDN dar. Mit diesem neu geschaffenen Begutachtungsformat wird es möglich, uns zukunftsfest aufzustellen – ganz im Sinne unseres Claims: Menschlich. Digital. Nachhaltig.
Die Testung und Pilotierung der Videotelefonie in dieser Intensität war nur aufgrund des großen Engagements und der tatkräftigen Unterstützung möglich. Daher möchten wir uns sehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken, insbesondere bei unseren teilnehmenden Gutachterinnen und Gutachtern, den Mitarbeitenden und Führungskräften des TuK, den Funktionsstellen Pflege IT und den Teamleitungen. Ihr seid großartig!
Isolde Kirchberg & Julia Langer
Nähere Einblicke zu den Testphasen und zum Projekt können Sie dem Bericht zur Videotelefonie im QM-Portal entnehmen.
16.01.2026: Veröffentlichung und Inkrafttreten der Richtlinien zur Dienstleistungsorientierung im Begutachtungsverfahren nach § 17 Absatz 1c SGB XI (Dienstleistungs-Richtlinien – Die-RL)
Zum 16.01.2026 treten die aktualisierten Dienstleistungs-Richtlinien des Medizinischen Dienstes Bund (Die-RL) auf neuer gesetzlicher Grundlage in Kraft.
Was ändert sich?
Die Dienstleistungsorientierung im Begutachtungsverfahren ist nun nicht mehr durch Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes (§ 18b SGB XI a. F.), sondern durch Richtlinien des Medizinischen Dienstes Bund nach § 53d Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XI in Verbindung mit § 17 Abs. 1c SGB XI geregelt. Damit wurde die Zuständigkeit für diese Richtlinien dauerhaft und bundeseinheitlich auf den Medizinischen Dienst Bund übertragen.
Inhaltliche Einordnung
Die bisherigen Grundprinzipien der Dienstleistungsorientierung bleiben erhalten, insbesondere:
- wertschätzende und transparente Kommunikation mit Versicherten: dies schließt sowohl die Mitarbeitenden in der Tourenplanung und Kundenmanagement als auch die Gutachtenden mit ein
- verständliche Information über Ablauf und Inhalt der Begutachtung
- Berücksichtigung der individuellen Situation der Versicherten
- systematische Versichertenbefragungen
- einheitlicher Umgang mit Rückmeldungen und Beschwerden
Neu ist vor allem die stärkere gesetzliche Verankerung dieser Anforderungen sowie ihre Einbindung in das verbindliche Richtlinienwerk des Medizinischen Dienstes Bund.
Bedeutung für die Begutachtungspraxis
Für die tägliche Begutachtung bedeutet dies:
- Die bekannten Standards zur Dienstleistungsorientierung gelten weiterhin.
- Sie sind nun ausdrücklich Teil des Richtlinienrechts des Medizinischen Dienstes Bund.
- Die Anforderungen sind bundesweit einheitlich und gesetzlich klar abgesichert.
Wichtig für Sie: Es ergeben sich aktuell keine Änderungen im praktischen Vorgehen, wohl aber eine neue rechtliche Grundlage und eine höhere Verbindlichkeit.
Die Richtlinie finden Sie auf der Seite des MD Bund.
09.01.2026: Rückmeldung zu den wetterbedingten Herausforderungen in KW 2
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit dem 08.01.2026 stehen wir aufgrund der aktuellen Wetterlage vor besonderen Herausforderungen. Trotz der malerischen Schneelandschaft in weiten Teilen Niedersachsens ist das Absolvieren einer Hausbesuchstour oder die Durchführung von Qualitätsprüfungen teilweise mit extremen Straßenbedingungen verbunden.
Vor diesem Hintergrund hat Ihr/ Euer persönlicher Schutz stets oberste Priorität. Das Angebot zur Umwandlung der Hausbesuche in Telefoninterviews, Aktenlage mit einem telefonischen Kontakt oder Videobegutachtung sowie die Anpassung von Terminierungen zu Qualitätsprüfungen wird als Alternative von Ihnen /Euch gut angenommen.
Beispielhaft haben Sie/ habt Ihr am Donnerstag, den 08.01.2026 insgesamt 2.017 Aufträge bearbeitet. Dieses Ergebnis stellt einen neuen Rekord in der Auftragsbearbeitung da. Damit haben wir es geschafft, den Auftragsbestand, trotz eines durchschnittlichen Auftragseinganges von über 2.000 Aufträgen pro Tag, bei 26.960 Aufträgen zu stabilisieren.
Für Ihren/ Euren Einsatz möchten wir uns herzlichen bei Ihnen/ Euch bedanken. Ihr/ Euer Einsatz verdient höchste Anerkennung und zeigt wieder einmal, dass wir auch schwierigen Situationen gewachsen sind.
Wir wünschen Ihnen/ Euch ein erholsames und schönes (Schnee-)Wochenende!
Herzliche Grüße,
06.01.2026: Grußworte der stellv. Geschäftsbereichsleitung Pflegeversicherung
Neu in der Rolle (und doch vertraut) im Geschäftsbereich Pflegeversicherung
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit Freitag darf ich die Aufgabe der stellvertretenden Geschäftsbereichsleitung im Geschäftsbereich Pflegeversicherung übernehmen. Einige von Ihnen kennen mich vielleicht noch aus meiner früheren Zeit beim MD Niedersachsen, in der ich mehrere Jahre in unterschiedlichen Funktionen im Bereich tätig war. In den letzten sechs Jahren habe ich in Berlin gewohnt und war dort im MD Berlin-Brandenburg und im GKV-Spitzenverband tätig. Nebenbei habe ich mich mein Wissen durch Weiterqualifikationen in den Bereichen Personalentwicklung, Coaching und Mediation erweitert. Nun freue ich mich zurück in der Heimat und wieder Teil des MD Niedersachsen zu sein – und das in einer neuen Rolle.
Mir ist eine vertrauensvolle, konstruktive, wertschätzende und transparente Zusammenarbeit sehr wichtig. Ich verstehe meine Aufgabe auch darin, zuzuhören, zu unterstützen sowie gemeinsam mit Ihnen/Euch gute Lösungen für die Herausforderungen im Geschäftsbereich zu entwickeln und umzusetzen.
Sprechen Sie mich/sprecht mich daher gerne an – sei es mit Fragen, Anregungen oder auch kritischen Punkten. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen/Euch und auf unsere Zusammenarbeit.
Herzliche Grüße