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Neue Personalchefin im MD Niedersachsen: Claudia Braun im Interview

Zuständig sind sie für ein breites Themenspektrum von A wie Abrechnung bis Z wie Zeiterfassung: Die rund 20 Kolleginnen und Kollegen des GB Personal. Neu an der Spitze steht Claudia Braun (48) als Personalleiterin des MD Niedersachsen.

Die Juristin kommt von der Sparkasse Hannover zu uns und berichtet über große Vorfreude und einen intensiven Einstieg in ihre neue Aufgabe beim MD Niedersachsen. Unter anderem, weil sich damit für sie bei uns ein Kreis schließt. Warum, das erzählt sie in unserer Interviewreihe: 3 Fragen an… Claudia Braun

Herzlich willkommen im Medizinischen Dienst Niedersachsen. Gleich zu Beginn zwei typische Personaler-Fragen: Warum haben Sie sich für den Medizinischen Dienst entschieden und welcher Weg hat Sie hierhergeführt?

Typische Bewerberinnenantwort: Vor allem hat mich die Aufgabe gereizt. Und das stimmt zu 100 Prozent: In meinen Augen ist der Medizinische Dienst ein attraktiver und spannender Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Daran mitzuarbeiten, diese Wahrnehmung weiter zu schärfen, bekannter zu machen und aktiv Personalarbeit mitzugestalten, das hat mich angesprochen. Auch die direkte Anbindung an den Vorstand und der unmittelbare Austausch mit den Führungskräften ist ein großes Plus, um meine Aufgabe engagiert erfüllen zu können. Und nicht zuletzt schließt sich hier für mich auch persönlich ein Kreis: Angefangen hat meine Berufslaufbahn nämlich mit einer Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK in Hannover. Nach Jurastudium und Referendariat sowie Stationen im Einzelhandel und bei einem IT-Dienstleister habe ich rund 15 Jahre bei der Sparkasse Hannover gearbeitet - ebenso ein öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber. Ich bin daher mit Themen wie Tarifrecht, der Führungskräfteberatung und der Zusammenarbeit mit Personalvertretungsgremien bestens vertraut. Viele neue Eindrücke also auf der einen Seite, aber bekanntes Terrain auf der anderen Seite und vor allem: Ein tolles Team des Geschäftsbereichs Personal, das mir vom ersten Tag an sehr geholfen hat, anzukommen und in die drängenden Themen einzusteigen.

Was sind das für Themen, die Sie die ersten Wochen direkt beschäftigt haben und welche stehen ganz oben auf der Agenda?

Als Medizinischer Dienst haben wir aus Sicht des Personalbereichs eine große Bandbreite an Themen, die gleichermaßen wichtig sind und nicht auf die lange Bank geschoben werden können: Sowohl ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und dies auch zu vermitteln, als auch in der Personalgewinnung Fahrt aufzunehmen – quantitativ und qualitativ. Es ist derzeit ein Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer-Markt, aber das geht allen Arbeitgebern so, mit denen wir im Wettbewerb stehen. Damit wir mehr und mehr in die Vorhand kommen, müssen wir vor allem digital, mutig und schnell sein. Dies gilt in Prozessen, bei Entscheidungen und für die Möglichkeit, auch neue Wege zu gehen - eine Herausforderung für jedes Unternehmen! 
Dazu kommen Themen wie Mitarbeitenden-Bindung, Veränderungen durch Corona und vieles, vieles mehr. Bei meinem Start hätte man das Gefühl bekommen können, dass ganz viel, ganz schnell gelöst werden muss. Aber: Ich sehe das positiv. Wir haben Lust, uns als Geschäftsbereich und als Medizinischer Dienst Niedersachsen weiterzuentwickeln und schon in vielen Dingen auf den richtigen Weg gemacht. Daher bin ich sicher, dass wir hier noch ganz viel Potential heben können. Den MD Niedersachsen jeden Tag besser zu verstehen, bei akuten Fragestellungen zu beraten und positive Entwicklungen zu begleiten sowie Impulse zu setzen, das sind meine wichtigsten Pläne für die kommende Zeit.

Sie und Ihr Team sind zuständig für alle fast 1.200 Mitarbeitende. Auch wenn der Start noch ganz frisch ist – welches Bild vom Geschäftsbereich Personal würden Sie für die Zukunft zeichnen wollen?

Ich habe natürlich ein Bild im Kopf, wie ich die Personalarbeit gerne zukunftsfähig aufstellen möchte. Und wenn ich das mit einem Slogan beschreiben würde, dann wäre das „Beratung auf Augenhöhe“. Etwas zugespitzt gesagt: Personalarbeit ist für mich nicht das Verwalten von Vorgängen und Abarbeiten von Formularen. Ich sehe mein Team und mich vielmehr als Berater, Gestalter und Dienstleister. Mitarbeitende und Führungskräfte sind unsere Kunden und wir wichtige Expertinnen und Experten. Das heißt, wir wollen uns einbringen und beispielsweise Führungskräften sehr früh zur Seite stehen, um Sicherheit zu geben – bei der zielgerichteten Stellenbesetzung, der Personalentwicklung, im Führungsalltag und bei vielem mehr. Unmittelbar erlebe ich hier schon einen großen Bedarf. Mein Ziel ist, dass die Kolleginnen und Kollegen aus dem Geschäftsbereich Personal gleich von Anfang an dabei sind, wenn Personalthemen relevant werden. Je früher desto besser, denn: Nur so können wir von vornherein in der richtigen Reihenfolge arbeiten, Prozesse beschleunigen und gemeinsam ganz viel Gutes bewegen.

Dafür ganz viel Erfolg, herzlichen Dank und weiterhin einen guten Start!

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