Neue Umlage für das Haushaltsjahr 2022 verabschiedet
Die Medizinischen Dienste werden von gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in den jeweiligen Bundesländern finanziert. Diese zahlen für jedes Mitglied, das seinen Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Medizinischen Dienstes hat, einen Beitrag, der sich am Finanzbedarf der Dienste orientiert.
Die notwendigen Finanzmittel für die Erfüllung unserer Aufgaben werden dazu jährlich neu berechnet. Doch wie kommt die Umlage zustande?
Grundlage ist die Haushaltsplanung, die der Haushaltsbeauftragte Martin Franke, das Finanzcontrolling und Controlling gemeinsam mit den Geschäftsbereichen und dem Vorstand für den MD Niedersachsen erstellt hat. Hierbei fließen unsere bestehenden Aufgaben, aber auch neue Tätigkeiten und Begutachtungsfelder, zum Beispiel aus dem MDK-Reformgesetz, ein. Auch wird eine Prognose zur erwarteten Ab- oder Zunahme der Aufträge in den Produktbereichen im kommenden Jahr eingerechnet. Aus dieser fundierten Basis des Finanzbedarfs ergibt sich eine Umlage je Mitglied.
Der Vorstand des Medizinischen Dienstes Niedersachsen hat dem Verwaltungsrat auf Basis der Haushaltsplanung für das kommende Jahr eine Umlage von 20,00 € vorgeschlagen – dieser Empfehlung ist der Verwaltungsrat des MD Niedersachsen in seiner Sitzung im September gefolgt und hat den Haushaltsplan entsprechend beschlossen. Zuletzt hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung als unsere Aufsichtsbehörde der Umlage im November zugestimmt.
Neu in diesem Jahr: Durch eine gesetzliche Änderung musste der Haushaltsplan bereits zum 1. Oktober dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden. Das führte dazu, dass das Finanzcontrolling und Controlling mit den Geschäftsbereichen den gesamten Planungsprozess um zwei Monate beschleunigen und intensivieren musste. So war es nötig, dass bereits zum August die Haushaltsplanung 2022 intern abgeschlossen war, damit diese in den Gremien des Verwaltungsrates umfassend beraten werden konnte. Nicht zuletzt in den Sommermonaten und Urlaubszeit für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung.
„Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Controlling und Finanzcontrolling sowie aus den Geschäftsbereichen haben in der Haushaltsplanung für 2022 einen besonderen Kraftakt vollbracht. Nur das große Engagement und die tolle Zusammenarbeit aller Beteiligten hat es ermöglicht, dass wir alle Fristen zur Genehmigung erfolgreich eingehalten haben – dafür ein herzliches Danke an alle.“, so Martin Franke.
Der Haushaltsplan 2022 wurde entsprechend mit einer Gesamtumlage in Höhe von rund 108 Mio. Euro genehmigt – ein wichtiger Schritt, um im kommendem Jahr den Anforderungen gerecht zu werden sowie die benötigte Ausstattung sicherzustellen.
Auch 2022 wird der Haushaltsplan bereits zum August in den Genehmigungsprozess gehen. Entsprechend starten bereits jetzt die ersten Vorbereitungen für die nächste Planung. Ziel ist es, den gesamten Planungsprozess auf das verkürzte Zeitfenster auszurichten.