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Was ist eigentlich…MDconnect?

Jeder hat schon einmal – spätestens bei der Roadshow - von MDconnect oder der Branchensoftware der Medizinischen Dienste gehört. Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff?

Die Ausgangssituation
Derzeit nutzen die 15 Medizinischen Dienste mit deutlich über 10.000 Endanwendern unterschiedliche Softwarelösungen, wie z.B. im MD Niedersachsen Xpert (für das Auftragsmanagement), den Auftragskorb sowie verschiedene Gutachtenerstellungssysteme (GES). Die Vision hinter MDconnect: Eine einheitliche Software, die die besten Funktionalitäten aller bisherigen Systeme kombiniert.

Dafür gibt es die MD IT GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen aller 15 Medizinischen Dienste und des Sozialmedizinischen Dienstes der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die MD IT ist verantwortlich für die Entwicklung, den Betrieb, die Wartung und die Weiterentwicklung von MDconnect. Ziel ist es, wesentliche Verbesserungen für die verschiedenen Beteiligten - Gutachter, gesetzliche Kranken- und Pflegekassen, Ärzte und andere Leistungserbringer sowie Versicherte - zu erreichen.

Was macht MDconnect besonders?
Der Name MDconnect steht für Verbindung - sowohl zwischen den Medizinischen Diensten und ihren Anforderungen als auch zu allen am Begutachtungsprozess beteiligten Akteuren im Gesundheitswesen. 
Das MD N-interne PMO-Projekt wurde in Teilprojekte unterteilt, analog zu den vier Hauptmodulen von MDconnect:

  1. Qualitätsprüfung Pflege (QP) ✓
  2. Stationäre Begutachtung (SB)
  3. Allgemeine Sozialmedizin (ASM)
  4. Einzelfallbegutachtung Pflege (EFB Pflege)

In dieser Reihenfolge sollen die Module auch bei den Medizinischen Diensten eingeführt werden.

Die Software wird beim MD Niedersachsen schrittweise eingeführt und löst langfristig bestehende Systeme wie Xpert, den Auftragskorb und die Gutachtenerstellungssoftware (GES) ab. Das Teilprojekt Qualitätsprüfung Pflege (QP) wurde zum 01. Januar 2025 umgesetzt und am 28. Januar 2025 intern durch den Projektlenkungsausschuss (PLA) des MD Niedersachsen abgenommen und in den Regelbetrieb überführt.

Der MD Niedersachsen als Pilotdienst im Modul SB
Im folgenden Teilprojekt Stationäre Begutachtung (SB) ist der MD Niedersachsen – zusammen mit den Medizinischen Diensten aus Baden-Württemberg, Bremen und Nordrhein als Pilotdienst aktiv. Damit kommt uns eine besondere Rolle bei der Begleitung der Entwicklung und der kritischen Prüfung der gelieferten Softwarereleases („Versionen“) zu. Unsere so genannten Pilot-KeyUser liefern Anforderungen, Bedarfe und beraten die MD-IT hinsichtlich der fachlichen Anforderungen. Darüber hinaus testen die „Piloten“ als erste die neu implementierten MDonnect-Releases und arbeiten eng mit der MD-IT GmbH zusammen. „Damit tragen unsere Kolleginnen und Kollegen maßgeblich zur Entwicklung und Qualitätssicherung von MDconnect bei, insbesondere im Modul SB“, so MDN-Gesamtprojektleiter Michael Dendorfer.

Aktuelle Entwicklung und Implementierung im MD Niedersachsen

Nach dem Start von MDconnect Modul QP und parallel zur Entwicklung und Vorbereitung der Inbetriebnahme des Moduls SB, ist derzeit ein weiteres Produkt in der Entwicklung. In diesem Jahr wird den Medizinischen Diensten eine Software für die Leistungsgruppenprüfung (Modul LGP) auf Basis des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetztes (KHVVG) zur Verfügung gestellt. Diese soll zum 01. Juli 2025 in den Produktivbetrieb gehen. Außerdem ist - im Laufe des Jahres bzw. bis Ende 01/2026 - geplant auch die weiteren Produktbereiche im Modul SB (DRG/PEPP) sukzessive in Produktion zu nehmen.

Wie geht die Entwicklung von MDconnect weiter? 

Noch im Jahr 2025 wird - nach aktuellem Informationsstand – folgendes entwickelt:

  • Erweiterung Modul QP („Qualitätsprüfung Pflege“):
    • Häusliche Krankenpflege und außerklinische Intensivpflege (HKP-AKI)
    • Qualitätsprüfung ambulante Betreuungsdienste (QPaB „Mini“)
    • Neue QPa Richtlinie
  • Neuentwicklung Modul StrOPS („Strukturprüfung OPS“)

Umsetzungsschwerpunkt ab 2026 ist neben Modul QK-RL („Qualitätskontrollrichtlinie“) das Modul ASM („Allgemeine Sozialmedizin“). Zum Schluss wird EFB Pflege („Einzelfallbegutachtung Pflege“) umgesetzt. Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Für Fragen stehen Ihnen Michael Dendorfer und Andrés Ziegler, die Projektleiter von MDconnect, gerne zur Verfügung.

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